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Was ist ein Imagevideo?

Samstag, 21. November 2009

“Ich möchte ein Imagevideo”. In diesem Satz stecken mehr Rätsel, als man sich zunächst vorstellt. Denn was genau versteht man unter einem Imagevideo oder einem Imagefilm?

Die erste Annahme: Ein Imagevideo soll ein Bild meines Unternehmens zeichnen. Hier sind sich die meisten Videoproduzenten noch einig. Doch dann teilen sich die Meinungen.

Als ich vor ein paar Wochen auf einem Seminar zum Thema Videomarketing und Videoproduktion gesprochen habe, fiel das Wort “Imagevideo”. Ich habe den Begriff im Zusammenhang mit Vorstellungsvideos im Web gebraucht  – und sofort Widerspruch von einem gelernten Kameramann geerntet.

Ein Imagevideo sei keinesfalls ein schnell gedrehtes Filmchen, in dem ein Geschäftsführer seine Firma vorstellt und in dem man “eben mal schnell ein paar Aufnahmen in den Produktionsräumen schießt”.

Seiner Ansicht nach sind Imagefilme aufwändig produziert und arbeiten stark auf einer emotionalen Ebene. Sie sollen eben ein Image transportieren, Emotionen.

Meine Vorstellung von einem Imagefilm war bislang aber eher ein sachlicher Ansatz. Im Internet muss ein Video informieren und zwar schnell.

Aus beiden Ansichten entspann sich eine spannende Diskussion. Wer aus dem TV kommt, sieht den Begriff “Imagevideo” oder “Imagefilm” offenbar anders als ein Videoproduzent, der bislang ausschließlich für das Internet publiziert hat.

Imagevideo – ein Begriff, mehrere Definitionen

Eine Suche nach “Imagefilm” bei Wikipedia löst den Deutungskonflikt auch nicht so richtig:

Ein Imagefilm hat üblicherweise eine Spiellänge von nicht mehr als 10 Minuten. Die werbende Absicht rückt ihn in die Nähe des (kürzeren) Werbespots, das Portraithafte verbindet ihn mit journalistischen Filmbeiträgen und Dokumentarfilmen, von denen ihn wiederum die werbende Absicht unterscheidet.

Die Längenangabe kann man aus Sicht des Internet erst einmal knicken. Drei Minuten sind das Maximum, das ich für Filme im Netz empfehle – je kürzer desto besser.

Die Definition lässt genau die zwei Interpretationen zu, die wir auch in der Diskussion angeführt hatten. Ein Imagevideo kann beides sein: werblich oder informativ, emotional oder sachlich oder eine Mischung daraus.

Wichtig ist für Anbieter wie für Kunden von Videoproduktionen: Seien Sie sich im klaren darüber, dass die Begriffe “Imagevideo” und “Imagefilm” unterschiedlich gedeutet werden können. Deshalb ist wichtig, gleich zu Anfang die Bedürfnisse zu klären. Was will der Kunde – eher ein sachliches Video oder ein emotionales.


Videos in Google-Suchergebnissen

Freitag, 2. Oktober 2009

Nicht nur bei Youtube oder anderen Servern gehostete Videos kommen gut bei Google an. Die Suchmaschine honoriert auch Video-Einbindungen auf dem eigenen Server.

Von dem Video erscheint neben dem Eintrag der Fundstelle ein kleines Vorschaubild, wie hier gut zu sehen ist:

Videos werden bei den Suchergebnissen in Google angezeigt.

Videos werden bei den Suchergebnissen in Google angezeigt.

So eine Vorschau ist ein Eye-Catcher, ein Hingucker und kann sich gut auf die Klickrate auswirken. Besonders praktisch aus Sicht des Videomarketing ist hier, dass der Besucher direkt auf Ihrer Seite landet und keinen Umweg über Youtube und Co. nehmen muss.


Video-Tracking: Abrufe mit Google Analytics zählen

Donnerstag, 24. September 2009

Wer ein Video auf seiner Homepage veröffentlicht, möchte auch wissen, wie oft es abgerufen wird. Der folgende Text zeigt Ihnen, wie Sie Videodaten per Google Analytics tracken und auswerten.

Der Artikel basiert auf dem  JW FLV Media Player, einem weit verbreiteten Player für Flash-Videos.

Für den Player gibt es ein Addon namens Google Analytics Pro. Das Plugin wird über das Web aufgerufen und muss nicht extra installiert werden. Es wird lediglich über zwei Parameter mit in den Videoaufruf eingebunden. Die Daten übermittelt das Plugin an Google Analytics. Dort werden sie in der Rubrik Content – Ereignis-Tracking dargestellt.

Einziger Haken: wenn ich das richtig verstanden habe, gehen die Daten über den Server von Longtailvideo, dem Hersteller des JW FLV Media Player. Ob das in jeder Situation gewünscht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Das Plugin einbinden

Für das Google-Analytics-Plugin brauchen Sie nur zwei Angaben: Einmal den Namen des Plugins selbst und die ID, mit der Sie Ihre Site bei Google Analytics identifizieren. Hier ist ein kleines Beispiel:

<script src="http://www.xyz.ab/movies/pl/swfobject.js"
type="text/javascript"></script>
<div id="mediaspace">Platzhalter f&uuml;r Video</div>
<script type="text/javascript">// <![CDATA[
var so = new SWFObject('http://www.xyz.ab/movies/pl/player.swf',
'mpl','500','400','9');
so.addParam('allowfullscreen','true');
so.addParam('allowscriptaccess','always');
so.addParam('wmode','opaque');
so.addVariable('author','Martin Goldmann');
so.addVariable('description','Apple-Taschenrechner umschalten');
so.addVariable('file','http://www.xyz.ab/movies/yx.flv');
so.addVariable('image','http://www.xyz.ab/movies/xy-titel.jpg');
so.addVariable('plugins','gapro-1');
so.addVariable('gapro.accountid','UA-XXXXXX-1');
so.write('mediaspace');
// ]]></script>

Wichtig sind hier die dritte und vierte Zeile von unten. Mit

so.addVariable('plugins','gapro-1');

binden Sie das Makro ein. Mit

so.addVariable('gapro.accountid','UA-XXXXXX-1');

übermitteln Sie Ihre Google Analytics ID.

Das ist im Prinzip schon alles.

Hürden

Falls das Einbinden nicht auf Anhieb klappt, hier ein paar typische Fehlerquellen:

  • eine veraltete Version des JW FLV Media Players
  • falsche Pfade, besonders in der ersten Zeile des Skripts beim Einbinden der Bibliothek. Ich empfehle, möglichst absolute Pfade zu verwenden, inklusive einer URL
  • eine falsche Google Analytics ID
  • die Art der Video-Einbindung. Ich empfehle der Übersicht halber immer die Einbindung per Javascript, alles andere sorgt für unübersichtlichen Code

Außerdem dauert es immer bis zum nächsten Morgen, um zu erfahren, ob die Einbindung geklappt hat. Denn Google Analytics frischt die Daten in der Regel nur einmal um Mitternacht Pazifischer Zeit auf. Sprich: um neun Uhr morgens wissen Sie, ob die Arbeit vom Vortag gefruchtet hat.

Die Daten auswerten

In Google Analytics sehen Sie Daten wie diese, sobald Sie Content – Ereignis-Tracking öffnen:

Ergebnisse des Video Tracking bei Google Analytics

Die Video Plays zeigen, wie oft Videos gestartet wurden. Für mich erst einmal die wichtigste Zahl, vergleichbar mit den Klicks auf einen Link oder eine Anzeige.

In Percentage Played finden Sie heraus, wie viel Prozent eines Videos jeweils angesehen wurden.  Die Angabe auf der Übersichtsseite ist allerdings nicht relevant. Klicken Sie auf Alle anzeigen, um genaue Angaben zu erhalten.

Seconds Played zeigt, wie viele Sekunden die Zuschauer jeweils mit einem Video verbracht haben. Auch hier müssen Sie auf Alle anzeigen klicken, um mehr zu erfahren. Dann bekommen Sie, aufgeschlüsslt nach Video, jeweils die Gesamtzeit und die Durchschnittsdauer, die ein Video lief.

Kosten

Das Gapro-Plugin kostet für eine Website 9 Euro, für den Einsatz auf bis zu 50 Websites werden 59 Euro fällig. Mehr dazu auf der Lizenzen-Seite von Longtailvideo.

Der JW FLV Media Player

Der JW FLV Media Player ist ein Flash-Player, den Sie auf Ihrer Website einbauen können. Er besteht aus einigen wenigen Dateien, die Sie am besten in einem eigenen Verzeichnis Ihres Servers unterbringen. Flash-Filme lassen sich mit dem Player via Javascript oder als eingebettetes Objekt in jedem HTML-Dokument darstellen. Ein Beispiel für die Einbindung finden Sie oben im Text.

Der Player ist für nicht-kommerzielle Nutzung frei. Für den kommerziellen Einsatz beginnen die Lizenzgebühren bei 49 Euro für eine Website und gehen bis 149 Euro für den Einsatz auf bis zu 50 Websites.

Weiterführende Links:
Quickstart Guide
und ausführlicher User Guide für das Gapro-Plugin


Das bringen Webcasts

Samstag, 5. September 2009

Ein Webcast ist eine regelmäßige Sendung, die Sie über das Internet ausstrahlen. In der Regel sind Webcasts an Information orientiert, sie informieren also über aktuelle Themen, Meinungen, Trends.

Für Sie ist der Webcast ein Weg, direkt mit Ihrer Zielgruppe in Kontakt zu treten. Statt trockener Texte auf einer Homepage erreichen Sie via Webcast Ihr Publikum in Wort und Bild. Sie kommen im wahrsten Sinne des Wortes gut rüber.

Der regelmäßige Webcast findet mit der Zeit ein wachsendes Publikum. Dabei hilft auch, dass Sie mehrere Wege haben, einen Webcast zu verbreiten, zum Beispiel via Youtube, Sevenload oder einen anderen Online-Videoanbieter, genauso wie über soziale Netzwerke oder über die eigenen Homepage.

Ein weiterer Vorteil des Webcasts: mit aktueller Videotechnik ist er im Studio relativ schnell aufgenommen. Per Greenboxing lassen sich beliebige Hintergründe einbinden, gut gesetztes Licht, tut ein Übrigens um Sie perfekt in Szene zu setzen. Und ein Teleprompter gibt Ihnen Textsicherheit und hilft gegen Versprecher.


Was kostet ein Video?

Dienstag, 18. August 2009

Wie viel soll man eigentlich ausgeben für ein Image-Video? Die Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten. Denn vorher stehen noch ein paar weitere Fragen:

  • Was brauchen Sie eigentlich?
  • Was stellt Ihr Unternehmen dar?
  • Welche Zielgruppe wollen Sie erreichen?
  • Was soll das Video transportieren?

Das alleine zeigt schon: Bevor Sie ein Video in Auftrag geben oder selbst drehen, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, was Sie brauchen und dann entsprechend das Video planen.

Sie wissen nicht genau, wie Sie die Botschaft zur Zielgruppe transportieren? Dann haben Sie hier schon den ersten Kostenfaktor. Lassen Sie sich beraten.

Ein guter Videoproduzent setzt sich auf Wunsch mit Ihnen zusammen, ermittelt Ihren Bedarf und schlägt ein Videokonzept und einen Drehplan vor. Das kostet Zeit und wird auch in den Preis des Videos später mit einfließen.

Weiterer Kostenfaktor ist die Frage, welche Art von Video Sie haben möchten. Soll es zum Beispiel eine – relativ einfach zu drehende – Interview-Situation sein, in die Impressionen aus Ihrem Unternehmen mit eingeschnitten werden? Dann kommen Sie günstiger weg, als mit einem aufwändig produzierten Image-Film, der zum Beispiel Ihren Produktionsprozess eindrucksvoll in Szene setzt.

Kostenfaktor Zeit

Der dicke Kostenfaktor beim Videodreh ist die Zeit. Bis Licht und Kamera aufgebaut sind, vergeht eine Menge Zeit – bei aufwändigen Drehs mit vielen Einstellungen sind das Stunden. Damit es bei umfangreicheren Produktionen keine Zeitprobleme gibt, rücken Videoproduzenten mit mehr Personal an.

Vorteil: Der Aufbau geht schneller, Änderungen lassen sich fix umsetzen, der Dreh läuft für Sie effizient und Zeit sparend ab. Aber das zusätzliche Personal kostet Geld.

Auch der alleine arbeitende Videojournalist wird Zeit brauchen, um das Set aufzubauen, auszuleuchten und sich um einen vernünftigen Ton zu kümmern.

Nach der Aufnahme des Videos folgen Schnitt und Post-Produktion. Auch hier kommt noch einmal der Kostenfaktor Zeit ins Spiel. Besonders dann, wenn Sie noch nachträgliche Änderungswünsche haben.

Externe Kosten

Zu Video gehören auch Musik und Text. Beim Interview sind Sie selbst Texter, auf eine Musikuntermalung kann man meiner Ansicht nach dann verzichten. Doch wenn es edler sein soll, kommen Sie um einen Sprecher oder eine Sprecherin nicht herum, die den Text für Ihr Video professionell spricht.

Ebenfalls dazu kommen Kosten für Musik. Egal ob GEMA-pflichtig oder GEMA-frei. Gute Musik kostet Geld. Bitte wählen Sie nicht einfach ein Low-Cost-Klaviergeklimper als Untermalung zu Ihrem Video. Dann lieber keine Musik (das ist mal ein Extra Thema).

Auch ein einfaches Set wie hier in einem Kinosaal kostet Zeit beim Aufbau.

Auch ein einfaches Set, wie hier in einem Kinosaal, kostet Zeit beim Aufbau.

Was kostet es denn nun?

Angebote im Internet für Imagevideos beginnen bei knapp 600 Euro plus Umsatzsteuer. Dafür bekommen Sie je nach Anbieter ein relativ einfaches Standard-Video zwischen 30 und 90 Sekunden Länge, in dem Sie zum Beispiel in einem kurzen Interview Ihr Unternehmen beschreiben. Der Videoproduzent nimmt noch die passenden Bilder dazu auf und schneidet sie in das Video hinein. In vielen Fällen reicht das als kurze Vorstellung Ihres Unternehmens auf der Homepage.

Sehen Sie aber genau nach, ob der Preis mit oder ohne Umsatzsteuer angegeben ist. Denn, um vor Abmahnungen gefeit zu sein, geben die meisten Anbieter im Internet die Preise inklusive Mehrwertsteuer an, andere verzichten darauf, die Steuer einzuschließen. Achten Sie im Vergleich also auf die 19% mehr oder weniger.

Sehen Sie außerdem nach, ob Anfahrtskosten oder andere Spesen gesondert abgerechnet werden oder in den Preisen bereits inkludiert sind. Denn letztlich zählt der Gesamtpreis.

Generell gilt: Je aufwändiger das Video und die Nachbearbeitung desto deutlicher steigt der Preis.

Und: Sonderwünsche kosten extra. Klären Sie vor dem Video möglichst genau, was im Film vorkommen soll. Oft lassen sich dann die günstigen Standard-Angebote nicht mehr halten, denn der Zusatzaufwand für Ihre individuellen Wünsche ist dort nicht einkalkuliert. Legen Sie in Ihrem Video-Budget lieber ein paar Euro zurück, um sich den einen oder anderen Zusatzwunsch erfüllen zu können.