Werbung auf Youtube

13. März 2010

Offenbar weitet Youtube sein Werbeangebot für Video-Produzenten aus. Die können mit Hilfe von Adsense Werbung zu ihren eigenen Videos hinzuschalten und so den einen oder anderen Euro verdienen.

Auch mich erreichte dieses Angebot vor ein paar Tagen. Die Anmeldeprouzedur dauert ein wenig – man muss sich durch mehrere Seiten Anleitung klicken. Außerdem gilt es zu jedem Video anfangs genau festzulegen, wer welche Rechte an einem Video und darin verwendeten Medien haben könnte.

Praktisch: Die Werbung muss nicht für alle Videos eines Kanals geschaltet werden. Das erlaubt Ihnen, zum Beispiel Video mit Eigenwerbung für Sie ohne Werbung zu belassen.

Nach einigen, offenbar erfolgreichen, Anmeldungen habe ich dann Zugang zum Youtube-CMS bekommen. Damit fällt es deutlich leichter, Videos für die Werbung freizuschalten.

Ausgehend von einem Youtube-Account und idealerweise einem Google-Konto können Sie mehrere Video-Accounts für sich beanspruchen und mit Werbung versehen.

Bislang sind die Werbeeinblendungen allerdings noch nicht sehr zielgenau. Das kann zwei Ursachen haben:

- es sind noch nicht genug Werbekunden vorhanden. Das Problem sollte sich aber bald lösen, sobald in Youtube genügend Publisher mit vielen Nischeninhalten zur Verfügung stehen.

- die Videos sind noch nicht ausreichend gut beschrieben. Denn die Adsense-Werbung holt sich die Information höchstwahrscheinlich aus Titel und Beschreibung des Videos. Hier gilt es also, nochmals alle Videos genau auf eine ausführliche Beschreibung zu prüfen.

Die Anzeigen auf Youtube sind gut

In jedem Fall sind die Anzeigen eine spannende Entwicklung sowohl für Youtube als auch für alle, die Videos für mehr nutzen, als für die Selbstvermarktung.

Wer Wissen und Nachrichten per Video veröffentlicht, findet hier vielleicht bald eine Quelle, die Filme zumindest zum Teil zu refinanzieren. Der Effekt der Selbstvermarktung bleibt dabei natürlich bestehen: Wer gute Inhalte vermittelt, wird für sich selbst – egal, ob noch Adsense dabei ist oder nicht.

Ein netter Nebeneffekt der Adsense-Vermarktung: Sie erhalten zusätzlich die Möglichkeit, Ihren Videokanal individuell zu gestalten. Dazu zählt zum Beispiel ein anklickbares Banner oberhalb des Videoinhalts, das per Link auf Ihre Homepage führt.


Geld für Videos

27. Januar 2010

Ein spannender Trend bei Youtube ist “Youtube Rentals”. Hierbei handelt es sich um eine Plattform für Bezahlvideos.

Wer ein Video ansehen mag, bekommt einen kurzen Trailer zu sehen. Dann kann er über Google Checkout das Video bezahlen.

Das ist ein spannender Trend. Denkbar wäre etwa, Kurzfilme anzubieten oder Lehrvideos via Youtube zu vermarkten.

Wann Rentals nach Deutschland kommt, habe ich noch nicht herausgefunden.


Youtube-Suche funktioniert bei Nischenthemen

9. Dezember 2009

Von der Aussage, Videos würden beim Google-Ranking helfen, bin ich nach wie vor nicht überzeugt. Eigene Erfahrungen sprechen eher dagegen. Das habe ich am 8. Dezember so auch auf einem Seminar gesagt und werde es demnächst auch an dieser Stelle noch ein wenig ausführen.

Zu meiner großen Freude aber hat sich während desselben Vortrags herausgestellt, dass gut beschriebene und verschlagwortete Videos bei Youtube gut gefunden werden. Man muss den Filmen nur ein wenig Zeit geben.

Im Mai 2009 habe ich für den Plexiglas-Spezialisten Reza Tabrizi ein kurzes Video gedreht, in dem er sich und seine Arbeit vorstellt.

Bei der Suche nach “Plexiglas” ist das Video bei Youtube auf Platz zwei gelandet.

Das Firmenvideo von Reza Tabrizi ist auf Platz zwei bei Youtube

Für mich ist das ein toller Erfolg. Und er zeigt eines: Videos brauchen manchmal ein wenig Zeit, bis sie sich in den Rankings nach vorne arbeiten.

Außerdem zeigt sich: es ist sinnvoll, Videos bei Youtube zu hosten, wenn man das eigene Unternehmen promoten möchte.


Videomarketing, Video SEO und Video-Distribution

4. Dezember 2009

In einem kurzen, lesenswerten Blog-Beitrag führt Axel Donath aus, was sich hinter den Begriffen Videomarketing, Video SEO und Video-Distribution verbirgt.

Ich würde dazu vielleicht noch ergänzen: Meiner Ansicht nach stellt Videomarketing einen guten Oberbegriff dar, unter dem sich die Produktion und Verbreitung der Videos ebenso gut zusammenfassen lässt wie die Video-Suchmaschinenoptimierung.


Was ist ein Imagevideo?

21. November 2009

“Ich möchte ein Imagevideo”. In diesem Satz stecken mehr Rätsel, als man sich zunächst vorstellt. Denn was genau versteht man unter einem Imagevideo oder einem Imagefilm?

Die erste Annahme: Ein Imagevideo soll ein Bild meines Unternehmens zeichnen. Hier sind sich die meisten Videoproduzenten noch einig. Doch dann teilen sich die Meinungen.

Als ich vor ein paar Wochen auf einem Seminar zum Thema Videomarketing und Videoproduktion gesprochen habe, fiel das Wort “Imagevideo”. Ich habe den Begriff im Zusammenhang mit Vorstellungsvideos im Web gebraucht  – und sofort Widerspruch von einem gelernten Kameramann geerntet.

Ein Imagevideo sei keinesfalls ein schnell gedrehtes Filmchen, in dem ein Geschäftsführer seine Firma vorstellt und in dem man “eben mal schnell ein paar Aufnahmen in den Produktionsräumen schießt”.

Seiner Ansicht nach sind Imagefilme aufwändig produziert und arbeiten stark auf einer emotionalen Ebene. Sie sollen eben ein Image transportieren, Emotionen.

Meine Vorstellung von einem Imagefilm war bislang aber eher ein sachlicher Ansatz. Im Internet muss ein Video informieren und zwar schnell.

Aus beiden Ansichten entspann sich eine spannende Diskussion. Wer aus dem TV kommt, sieht den Begriff “Imagevideo” oder “Imagefilm” offenbar anders als ein Videoproduzent, der bislang ausschließlich für das Internet publiziert hat.

Imagevideo – ein Begriff, mehrere Definitionen

Eine Suche nach “Imagefilm” bei Wikipedia löst den Deutungskonflikt auch nicht so richtig:

Ein Imagefilm hat üblicherweise eine Spiellänge von nicht mehr als 10 Minuten. Die werbende Absicht rückt ihn in die Nähe des (kürzeren) Werbespots, das Portraithafte verbindet ihn mit journalistischen Filmbeiträgen und Dokumentarfilmen, von denen ihn wiederum die werbende Absicht unterscheidet.

Die Längenangabe kann man aus Sicht des Internet erst einmal knicken. Drei Minuten sind das Maximum, das ich für Filme im Netz empfehle – je kürzer desto besser.

Die Definition lässt genau die zwei Interpretationen zu, die wir auch in der Diskussion angeführt hatten. Ein Imagevideo kann beides sein: werblich oder informativ, emotional oder sachlich oder eine Mischung daraus.

Wichtig ist für Anbieter wie für Kunden von Videoproduktionen: Seien Sie sich im klaren darüber, dass die Begriffe “Imagevideo” und “Imagefilm” unterschiedlich gedeutet werden können. Deshalb ist wichtig, gleich zu Anfang die Bedürfnisse zu klären. Was will der Kunde – eher ein sachliches Video oder ein emotionales.