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Online-Video selbst machen: Günstige Kamera reicht

Montag, 12. Juli 2010

Für das Produzieren von Online-Videos reicht eine Kamera für unter 1.000 Euro in der Regel aus. Größere und teurere Digitale Camcorder bieten zwar oft eine etwas bessere Optik, jedoch kommt die beim Einsatz im Web oft nicht so zur Geltung.

Welche Ausstattung sollte die Kamera mitbringen?

Beim Kauf der Kamera sollten Sie auf ein paar Features achten, die die Kamera auf jeden Fall braucht.

Manueller Weißabgleich

Der Manuelle Weißabgleich hilft Ihnen dabei, einen Farbstich im Video zu vermeiden. Zwar arbeitet der automatische Weißabgleich in der Regel zuverlässig. Doch bei gemischten Lichtverhältnissen entscheidet er manchmal falsch.

Für den manuellen Weißabgleich brauchen Sie neben der entsprechenden Funktion der Kamera lediglich ein weißes Blatt Papier oder eine Graukarte. Die halten Sie vor die Kamera und starten den Weißabgleich.

Mikrofoneingang

Guter Ton ist in einem Video ungemein wichtig: Scheppernder, hallender Ton, aufgenommen über das Kameramikrofon wirkt unprofessionell, schlimmstenfalls ist er unverständlich.

Deshalb braucht die Kamera unbedingt einen Anschluss für ein externes Mikrofon. Daran schließen Sie wahlweise ein Handmikro an oder ein Lavaliermikrofon – das sind die kleinen Ansteckmikros für das Revers.

Stativgewinde

Achten Sie auch darauf, dass die Kamera ein Stativgewinde hat. Nur mit einem Stativ können Sie wackelfreie Videos drehen.

Manuelle Schärfeeinstellung

Die automatische Einstellung der Schärfe bei Kameras ist nicht unfehlbar. Beispiel: Zwei Interviewpartner rechts und links im Bild unterhalten sich, die Kameraautomatik stellt auf den Hintergrund scharf. So etwas lässt sich mit manueller Fokussierung verhindern.

Für extrem geringe Schärfentiefe sind andere Kameras notwendig

Ausnahmen gelten, falls Sie sehr auf optische Effekte setzen, beispielsweise eine extrem geringe Schärfentiefe. Dieses häufig im Kino und gerne auch in Werbefilmen eingesetzte Stilmittel erfordert erstens Objektive mit möglichst großer Brennweite und zweitens möglichst großflächige Bildsensoren in der Kamera.

Aktuell werden solche Videos häufig mit Spiegelreflexkameras wie der Canon EOS 5D oder der günstigeren Canon EOS 500D produziert. Ein Vergleich der Schärfentiefe zwischen der Canon XH-A1 zur 5D Mark II gibt es bei Vimeo.


Was ist ein Imagevideo?

Samstag, 21. November 2009

“Ich möchte ein Imagevideo”. In diesem Satz stecken mehr Rätsel, als man sich zunächst vorstellt. Denn was genau versteht man unter einem Imagevideo oder einem Imagefilm?

Die erste Annahme: Ein Imagevideo soll ein Bild meines Unternehmens zeichnen. Hier sind sich die meisten Videoproduzenten noch einig. Doch dann teilen sich die Meinungen.

Als ich vor ein paar Wochen auf einem Seminar zum Thema Videomarketing und Videoproduktion gesprochen habe, fiel das Wort “Imagevideo”. Ich habe den Begriff im Zusammenhang mit Vorstellungsvideos im Web gebraucht  – und sofort Widerspruch von einem gelernten Kameramann geerntet.

Ein Imagevideo sei keinesfalls ein schnell gedrehtes Filmchen, in dem ein Geschäftsführer seine Firma vorstellt und in dem man “eben mal schnell ein paar Aufnahmen in den Produktionsräumen schießt”.

Seiner Ansicht nach sind Imagefilme aufwändig produziert und arbeiten stark auf einer emotionalen Ebene. Sie sollen eben ein Image transportieren, Emotionen.

Meine Vorstellung von einem Imagefilm war bislang aber eher ein sachlicher Ansatz. Im Internet muss ein Video informieren und zwar schnell.

Aus beiden Ansichten entspann sich eine spannende Diskussion. Wer aus dem TV kommt, sieht den Begriff “Imagevideo” oder “Imagefilm” offenbar anders als ein Videoproduzent, der bislang ausschließlich für das Internet publiziert hat.

Imagevideo – ein Begriff, mehrere Definitionen

Eine Suche nach “Imagefilm” bei Wikipedia löst den Deutungskonflikt auch nicht so richtig:

Ein Imagefilm hat üblicherweise eine Spiellänge von nicht mehr als 10 Minuten. Die werbende Absicht rückt ihn in die Nähe des (kürzeren) Werbespots, das Portraithafte verbindet ihn mit journalistischen Filmbeiträgen und Dokumentarfilmen, von denen ihn wiederum die werbende Absicht unterscheidet.

Die Längenangabe kann man aus Sicht des Internet erst einmal knicken. Drei Minuten sind das Maximum, das ich für Filme im Netz empfehle – je kürzer desto besser.

Die Definition lässt genau die zwei Interpretationen zu, die wir auch in der Diskussion angeführt hatten. Ein Imagevideo kann beides sein: werblich oder informativ, emotional oder sachlich oder eine Mischung daraus.

Wichtig ist für Anbieter wie für Kunden von Videoproduktionen: Seien Sie sich im klaren darüber, dass die Begriffe “Imagevideo” und “Imagefilm” unterschiedlich gedeutet werden können. Deshalb ist wichtig, gleich zu Anfang die Bedürfnisse zu klären. Was will der Kunde – eher ein sachliches Video oder ein emotionales.


Video-Marketing mit Wissenstransfer

Donnerstag, 3. September 2009

Zugegeben, es folgt ein wenig Eigenlob. Aber das Video meines Bruders hat mich wirklich überrascht. Der von uns gemeinsam produzierte Film über das Einstellen einer Rennrad-Schaltung hat binnen zwei Wochen 700 Abrufe zu verbuchen. Das ist kein schlechter Wert und liegt deutlich über den Erwartungen.

Wo liegt die Stärke des Videos? Klare Antwort: Im Wissenstransfer. Das Video erzählt in etwa drei Minuten das, was Sportler über das Einstellen der Schaltung wissen müssen.

Offenbar stehen die Zuschauer auf Wissen und goutieren den Beitrag entsprechend. Gute Noten und freundliche Kommentare zeigen, dass der Film in die richtige Richtung geht.

Wo liegt der positive Effekt für meinen Bruder?

  • er vermittelt Kompetenz
  • er positioniert sich als Fachmann zum Thema Rennrad
  • er positioniert seine Website www.triathlon-tipps.de als kompetente und interessante Adresse für Fachwissen rund um den Sport
  • er erreicht Zuschauer, die möglicherweise von sich aus nie seine Website besucht hätten
  • das Video hat eine langfristige Wirkung – auch in einem Jahr ist es noch aktuell und bringt die oben genannten Effekte

Kompetenz verkauft

Das Video zeigt: Kompetenz verkauft sich. Wer Wissen preis gibt, findet sein Publikum. Deshalb überlegen auch Sie, wo Sie Ihr Wissen zeigen können. Vermitteln Sie Informationen, die Ihre Zielgruppe braucht.


Was bringt ein Video, wenn es nicht viral ist?

Freitag, 7. August 2009

Videomarketing weckt oft große Erwartungen. Alle haben die erfogreichen viralen Videos vor Augen, wenn sie selbst den Einsatz von Videos für das Marketing planen.

Dabei muss ein Video nicht viral sein, um Erfolg zu haben. Videos haben mehrere langfristige Effekte, auch wenn sie nicht zehntausende Mal abgerufen werden.

Videos sind das Sprachrohr Ihres Unternehmens: Statt einer langweiligen Broschüre oder langwierigen Abhandlungen auf der Website birgt das Video die Chance, sich kurz, knapp und eindrucksvoll vorzustellen. Statt trockener Texte geben Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht.

Videos wirken langfristig: Nach dem ersten Ansturm auf die Videos bleiben die Filme noch über Wochen, Monate und – wenn Sie wollen – Jahre im Internet. Sie produzieren zwar nicht viel Traffic und Interesse, dafür aber kontinuierlich.

Videos werben für Ihr Unternehmen: Sie zeigen, dass Ihre Firme mit den neuesten Trends Schritt hält. Sie motivieren Ihre Mitarbeiter – wenn sie mitspielen – und sie dienen als Werkzeug, neue Mitarbeiter anzuwerben.

Videos sind ein neuer Kanal für Ihre Inhalte: Kommunizieren Sie mit Ihren Kunden auf allen Kanälen: Texte in Blogs, Fotos, Audio – und eben auch Video.


Videomarketing als Mehrwert für den Zuschauer

Dienstag, 7. Juli 2009

Beim Thema Videomarketing denkt man oft an Leads – mehr Besucher auf der Website, höhere Verkäufe, bessere Absatzzahlen.

Doch ein Aspekt sollte bei der Diskussion um das Videomarketing nicht untergehen: Der Mehrwert für den Zuschauer. Ein Video ist ideal, um Kunden oder künftigen Kunden Wissen und Information zu vermitteln. Wenn das gepaart ist mit Nutzwert, dann wirkt diese Art der Vermarktung langfristig. Sie bauen sich einen Ruf auf als verlässlicher Lieferant von Informationen, als kompetenter Berater. Und das kann sich langfristig auch auf die Verkaufszahlen auswirken.

Zweiter Vorteil: Wenn Sie in den Videos Wissen rund um Ihre Produkte und Dienstleistungen anbieten, wirkt das auch auf bereits bestehende Kunden. Sie erfahren dabei, wie sie noch mehr aus den Produkten holen können – Mehrwert eben.

Also, nicht immer an den schnellen Verkauf denken.

Was tun?

Überlegen Sie, welche Information für Ihre Kunden wichtig und interessant sein könnten. Sammeln Sie diese Themenvorschläge in einer kleinen Redaktionskonferenz. Setzen Sie die Vorschläge jeden für sich in kurzen Videos um – 40 bis 60 Sekunden reichen oft schon aus.

Mehr zum Thema Nutzwert-Videos gibt es demnächst in diesem Blog.