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Youtube: Mehrere Konten nutzen

Montag, 13. Juli 2009

Nutzen Sie mehrere Youtube-Konten für Ihre Filme. Eines zum Beispiel für die Business-Videos und eines für die privaten Urlaubsfilme.

Der Vorteil: so halten Sie privates und dienstliches auseinander. Schließlich muss nicht jeder potentielle Kunde wissen, wo Sie mit wem Ihren letzten Urlaub verbracht haben.

Doch auch innerhalb des professionellen Rahmens lohnt es eventuell, mehrere Konten anzulegen. Etwa dann, wenn Sie unterschiedliche Produkte oder Dienstleistungen bewerben wollen.


Youtube Reporter’s Center liefert Tipps für Online- und Videojournalisten

Samstag, 4. Juli 2009

Youtube bildet Online- und Videojournalisten aus. Im eigens dafür eingerichteten Kanal Youtube Reporter’s Center geben erfahrende Journalistinnen und Journalisten aus den USA Tipps für Bürgerjournalisten und solche die es werden wollen.

Beispiel gefällig? Dann sehen Sie sich die Tipps für bessere Handy-Videos an:

Auch wenn das Handy-Video vielleicht nicht das Mittel der Wahl ist für Video-Marketing, so ist der Kanal dennoch einen Blick wert. Einfache Tipps für die Kamera-Handhabung und zum Erzählen informativer Stories bringen auch den Image-Filmer weiter.


Youtube stockt auf: Zwei Gigabyte pro Film

Donnerstag, 2. Juli 2009

Bei Youtube dürfen Sie jetzt Filme mit einer Göße bis zu zwei GByte hochladen und veröffentlichen. Das erlaubt zum einen längere und zum anderen höher aufgelöste Filme an das Portal zu senden.

Außerdem neu: Mit dem Parameter hd=1 erweitert, leitet die URL zu einem Youtube-Video direkt auf die zugehörige HD-Version. Auch das Einbinden von hoch auflösenden Videos in Websites geht jetzt über einen speziellen Einbettungs-Code leichter.


Videomarketing-Konferenz am 9. Juni 2009 in Fürth

Samstag, 20. Juni 2009

Die Zeit ging schnell herum heute auf der Videomarketing-Konferenz in Fürth. Hingefahren bin ich mit recht geringen Erwartungen. Ich wollte ein paar interessante Kontakte machen und vielleicht die eine oder andere Idee für meine Videoproduktion mitnehmen.

Es ist dann aber doch deutlich mehr geworden, als ich mir erwartet hatte. Die Veranstaltung lieferte Nutzwert in Massen.

Der Vormittag gehörte dem Video an sich.

Web-TV

Guido West von West-Media stellte Web-TV vor. Er ist der Ansicht, dass Web-TV eine gute Alternative zum Imagevideo oder dem Werbefilm im Web ist. Ich habe das für mich einmal so interpretiert, dass Guido West auf Webcasts im weiteren Sinne setzt. Also eine stete Präsenz online mit immer neuen Videoinhalten.

Zusätzlich erwähnt West die Möglichkeit, als Sponsor in eine bereits produzierte Web-TV-Serie einzusteigen. Als Beispiele zeigte er etwa “Der Servicepionier“, eine Art Nutzwert-Comedy, die von Haushelden gesponsort wird.

Für mich ist das eine gute Anregung: Es muss nicht immer das für ein Unternehmen produzierte Image-Video sein. Selbst mit Inhalten ein werberelevantes Umfeld schaffen und die Inhalte über Sponsoren vermarkten, ist ein interessanter Weg.

Auch Nischenformate seien machbar und vermarktbar, immer an dem orientiert, was der Zuschauer sucht.

Für mich noch eine wichtige Aussage: ein Video-Clip muss schnell auf den Punkt kommen. Innerhalb von 5 bis 10 Sekunden muss der User wissen, worum es geht. Der Meinung bin ich auch. Für mich scheiden schon alleine deshalb lange Vorspänne aus.

Weitere Hinweise, die ich aus Guido Wests Vortrag mitgenommen habe:

  • Inhalte langfristig platzieren, nicht nur auf einem Portal.
  • Weitere Portale finden, die ein Video zeigen.
  • Langfristig denken – sechs Monate oder ein Jahr. Eine Folge liegt lange im Archiv
  • Videos mit redaktionellen Beiträgen stützen, in Newslettern und Foren promoten.

…weitere Beiträge über die Videomarketing-Konferenz folgen:

Zweiter Teil: Dramaturgie im Online-Video


Videomarketing-Konferenz: Dramaturgie in Online-Video

Samstag, 20. Juni 2009

Der zweite Vortrag der Videomarketing-Konferenz in Fürth kam von Peter Ponnath. Er ist Geschäftsführer der Fürther Telefilm GmbH.

Sein Thema war die Dramaturgie von Filmen im Allgemein. Der Grundgedanke: Menschen wollen Geschichten hören. Deshalb gilt es, in jedem Video auch eine Geschichte zu erzählen.

Wichtig sind folgende Regeln:
- drehen Sie, was der Zuschauer sehen will, nicht, was Sie sehen wollen
- ein Video soll Emotionen auslösen, indem es eine Geschichte erzählt
- es reicht nicht, einfach nur eine Ausstattungsliste vorzulesen

Am einfachsten ist es, der Aristotelischen Heldenreise zu folgen: Held zieht aus, besteht Abenteuer, kommt heim – alle feiern, alle werden belohnt. Mir kommt da spontan Asterix in den Sinn. Aber das ist eine andere Geschichte.

Marmeladenglas-Deckel als Held

Die Suche nach dem Helden einer Geschichte ist relativ einfach – wenn man sich davon trennt, dass Helden immer menschlich sind. Ponnath nannte als Beispiel Bleckdeckel für Marmeladengläser.

Natürlich könnte hier der Entwickler des Deckelverfahrens der Held sein. Genauso aber kann der Deckel selbst durch die Geschichte führen, nämlich durch den Produktionsablauf vom Rohling bis zum fertigen Deckel.

Bilder erzählen Geschichten

Für mich ein wichtiger Satz bei der Planung und Realisierung von Videos: “Bilder erzählen Geschichten”. Nicht der Text trägt das Video, sondern die Bilder. Zuerst müssen also die Bilder stimmen, der Text ist nur “Beiwerk”, der am Schluss geschrieben wird.

Für mich als ehemaligen Print-Journalisten ist das natürlich hart. Bei uns standen Text und Information im Vordergrund. Jetzt plötzlich Emotion und Text als Beiwerk? Schwierig.

Noch schwieriger wird es für mich mit der Musik. Die nämlich sei bei einem Video sehr wichtig. Einverstanden bin ich mit der Aussage, dass niemand einfach nur so GEMA-freies Geklimper unter das Video legen soll – für mich auch ein klares No-Go.

Aber ich bin der Ansicht, dass ein gutes, informatives Video gar keine Musik braucht. Sprecher, Interviewpartner und Hintergrund-Töne reichen meiner Ansicht nach aus. Tagesschau-Nachrichten kommen auch ohne Sound aus.

Vielleicht sind das aber zwei verschiedene Stiefel – Image-Filme und informative Videos mit News-Charakter, wie ich sie vorziehe. In das Thema werde ich mich noch weiter hineinknieen.

Ponnath fordert hohe Qualität

Peter Ponnath fordert hohe Qualität für Video. Filme müssen gut ausgeleuchtet sein, die Belichtung muss stimmen. Das Video darf nicht wackeln oder unscharf sein. Der Zuschauer soll Motive gleich erfassen können.

Als Format schlägt er HD vor – wohl dem, der eine 3-CCD-Kamera in HD hat. Doch der Hintergedanke stimmt: Videos wecken Begehrlichkeiten. Hat ein Video im Web Erfolg, soll es vielleicht auch auf DVD oder später auf einem anderen Medium in höchster Qualität gezeigt werden. Da ist es von Vorteil, wenn das Ausgangsmaterial möglichst hoch auflösend ist.

Dennoch denke ich, wird man mit DV auch noch eine gute Weile arbeiten können. Das Format reicht für das Web dicke und liefert DVD-Qualität.

Bildsprache muss hochdeutsch sein. Gut ausgeleuchtet, Motive gleich erfassbar, richtig belichtet, nicht verwackelt nicht unscharf. Gute Nachbearbeitung, also guter Schnitt und (das denke ich mir jetzt dazu) saubere Farbkorrektur und so weiter gehören dazu.

Dramaturgie

Eine idelae Spannungskurve sahen wir auch noch. Wichtig: Am Anfang und Ende des Videos müssen jeweils Höhepunkte sitzen. Dazwischen läuft die Kurve wellenförmig. Ein Ansatz für einen Einstieg wäre, eine Frage zu stellen, die im Film beantwortet wird, etwa “kommen wir alle aus dem All” bei einer Dokumentation.

O-Töne von einem Sprecher führen zu Tälern in der Spannungskurve. “Immer wenn ein Mann im Film anfängt zu sprechen, schalten die Leute weg”, meinte Ponnath. Länger als 20 Sekunden sollte deshalb kein “labernder Kopf” sprechen – außer es handelt sich um einen Fachmann, der zu einem Thema Informationen von sich gibt.

Als maximale Länge gibt Peter Ponnath 90 Sekunden an. Das ist ein sympathischer Wert, der auch meiner Erfahrung entspricht – ich mag es eher noch ein wenig kürzer ;-)

Wichtig sei auch, die Filme nicht zu überladen – eine Message pro Film reiche.

Dritter Teil des Berichts über die Videomarketing-Konferenz in Fürth