“Videos sollen Emotionen ansprechen” sagen die einen, “Videos sollen informieren”, sagen die anderen. Beide Aussagen haben etwas für sich, beide sind berechtigt. Was bedeutet das für das Videomarketing? Nicht mehr und nicht weniger als zwei Arten von Videos, mit denen sich ein Unternehmen dem Publikum darstellt.
Welche Art Video die bessere ist, lässt sich meiner Ansicht nach nicht von vornherein sagen. Die Zielgruppe des Videos spielt ebenso eine Rolle wie das Medium und der Kontext eines Videos.
Für diesen Beitrag habe ich bewusst eine scharfe Trennlinie gezogen zwischen informativen und emotionalen Videos. In der Praxis wird es Mischformen und Überschneidungen geben.
Ansatz 1: Das emotionale Werbevideo
Bilder erzählen eine Geschichte, passende Musik unterstreicht die Stimmung. Im Idealfall kommt so ein Video ohne Text aus. Wichtig ist hier, dass die Bilder stimmen, gut geschnitten sind und wirklich eine Geschichte erzählen. Sei es eine Person, die etwas erlebt oder ein Werkstoff, der durch verschiedene Stationen der Bearbeitung geht.
Ich habe das einmal mit Material umgesetzt, das ich beim Dreh bei einem Kunden gesammelt habe:
Die Musik habe ich selbst mit Hilfe des Mac-Programms Soundtrack zusammengestellt. Sie ist dynamisch, antreibend, hart. Wenn Sie Musik zu einem Video auswählen achten Sie darauf, dass sie passt. Stellen Sie sich zu diesem Sound eine Blümchenwiese vor. Passt nicht.
Wie Sie zu Musik kommen? Suchen Sie bei Google nach “gemafreie Musik” und Sie werden auf zahlreiche Anbieter stoßen, die professionelle Musik zum günstigen Preis anbieten.
Ansatz 2: Das informative Video
Das informative Video will Wissen und Information vermitteln und dadurch Vertrauen via Video-Marketing aufbauen. Nach dem Motto: “Wen ich kenn’, bei dem kauf’ ich” hat so ein Video die Chance das Unternehmen und seine Produkte oder Dienstleistungen dem Zuschauer näher zu bringen.
Bei diesen Videos liegt mehr Gewicht auf einem guten, journalistischen Text. Der wird geschrieben, sobald der Film fertig geschnitten ist, dann aufgenommen und zum Video hinzugebaut.
Ein Interview gibt dem informativen Video zusätzliche Authentizität. Ein Beispiel:
Die Aussagen aus dem Interview fand ich so gut, dass ich damit gleich in das Video eingestiegen bin. Danach folgt ein wenig Text und noch einmal ein Interview-Ton. Damit der Interview-Partner nicht zu lange im Bild ist, habe ich weitere Aufnahmen aus seinem Betrieb über seinen Text gelegt. Denn leider ist das so: Sieht man zu lange einen Kopf, langweilt man sich und klickt weg.
Schlagworte: emotion, information, videomarketing
